|
|
![]() |
Röhrmoos, Januar 2003
Der
gute Hirt
Denn so spricht Gott, der Herr:
Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.
Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag,
an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben,
so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück
von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.
...Auf gute Weide will ich sie führen,...
Ezechiel, 34,11
Liebe Mitglieder und Freunde,
irgendwie -so scheint es nach dem Bibeltext- ist Gott mit seinen Hirten nicht ganz zufrieden. Er kümmert sich jetzt selbst um seine Schafe, die sich am dunklen, düstern Tag verirrt haben. So richtig höchstpersönlich kümmert er sich um sie, ohne alle Mittelsmänner wendet sich Gott uns zu. Aber weil wir halt in unsere menschliche Ordnung so viel oben und unten eingeführt haben und sich die da unten nach denen da oben richten sollen, brauchen wir oft ein ganzes Leben dazu, um an die Wahrheit zu glauben, dass wir unseren Platz bei Gott nicht erst verdienen müssen; wir haben ihn schon. So widmen Menschen ihr ganzes Leben der Aufgabe, sich das zu verdienen, was ihnen doch längst geschenkt ist. Sie mühen sich ab, das Wohlwollen Gottes zu erwerben, der sie doch schon längst liebt und auf eine gute Weide führt.
Vielleicht nehmt
Ihr das Jahr der Bibel (Motto: Suchen und finden) zum Anlass, den biblischen
Text weiterzulesen. Auch in der Herde Gottes geht es nämlich nicht so ganz gerecht
zu. Da wird von den Starken gesprochen, die sich nicht nur genommen haben, was
sie zum Leben brauchen, sondern die übrige Weide zertrampelt und das restliche
Wasser verschmutzt haben. Deshalb kommt der Herr den schwachen Schafen zu Hilfe.
Da gäb' es vielleicht schon einiges zum Nachdenken, z.B.
ob wir der Natur nicht mehr entreißen, als wir wirklich brauchen (rapider
Landverbrauch durch neue Verkehrs-Trassen
und Gewerbegebiete, Ausbeutung der Rohstoffe, Massenproduktion
von Gütern aller Art, ausufernder Verkehr),
ob die Sanierung der Staatsfinanzen zuallererst mit sozialen Einschnitten beginnen
muss,
ob die ständige Kriegsdrohung des Starken wirklich dem Frieden dient,
ob eine globale Weltordnung wirklich in Ordnung ist, wenn sich immer mehr Kapital
bei immer weniger Köpfen ansammelt, ob Menschen, die suchen, deshalb nicht finden,
weil sie von der hierarchisch wohlgeordneten kirchlichen Betriebsamkeit keine
Antwort erhalten.
Vielleicht lasst Ihr Euch das eine oder andere durch den Kopf gehen; es könnten auch noch ganz andere Gedanken auftauchen. Aber eines ist eindeutig: Gott steht von Anbeginn auf der Seite der Schwachen - und Jesus hat das unter Einsatz seines Lebens bekräftigt.
Natürlich habt Ihr unser Jahresprogramm 2002/2003 ganz gewissenhaft in Euren Terminkalender eingetragen; aber eine kleine Erinnerung könnte ja nicht schaden. Vor allem an die Arnbacher Gespräche möchten wir erinnern. Das Jahr 2003 ist das Jahr der Bibel und sie haben das Motto aus dem Jahr der Bibel übernommen: Suchen und finden
Arnbacher
Gespräche 2003
Suchen und finden
Versuchungen
- Dramaturgie im Leben
Prof. Dr. Rüdiger Funiok S.J., Philosophische Hochschule München
Dienstag, 18.Februar 2003, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Aufgeklärte
Gegenwart - Suche nach verborgenen Kräften
Prof. Dr. Ludwig Mödl, Dekan der Theologischen Fakultät der LMU, Lehrstuhl für
Pastoraltheologie
Mittwoch, 12. März 2003, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Wege aus der
Gewalt
Andrea Eckert, Diplompsychologin, Psychotherapeutin, München
Donnerstag, 20. März 2003, 19.30 Uhr, Pfarrhof Arnbach
Wir haben im Vorstand gemeint, dass wir wieder Themen und Referenten gefunden haben, die Fragen unserer Zeit aufgreifen und hoffen, dass wir damit Antworten finden, die über den Tag hinaus tragfähig sind. Gehalt und Ausstrahlung bekommen die Gesprächsabende aber erst durch die Teilnehmer. Darum bitten wir Euch herzlich, die drei Abende vorzumerken. Wir freuen uns, wenn Ihr kommt.
Wer gern zum Röhrmooser
Faschingskranzl kimmt, soi se riahrn (Igelspacher, Tel. 08139/7985).
Mia bstoin dann wieda an Tisch fias Landvoik. Es spuit wia oiwei d`Starnberger
Tanzlmusi und dī Elisabeth und da Erich tanzn vor. Am Freitag, den 7. Februar
2003 obnds um Achte. Auf oans miaßts aufpassn, da Tanz is desmoi in da Bürgergaststätte
Sigmertshausen.
Die Plätze für den Oasentag am 21. und 22. März mit Landvolkpfarrer Josef Mayer sind bereits ziemlich belegt. Wer noch Interesse hat, bitte gleich anmelden bei Inge Moosrainer, Tel. 08136/893285.
Zwei weitere Möglichkeiten, einander zu begegnen, liegen noch etwas ferner, aber die Zeit vergeht schnell und darum weisen wir schon jetzt darauf hin: Bußgottesdienst Freitag, 4. April 2003, 19.30 Uhr in der Basilika auf dem Petersberg
Emmausgang
Ostermontag, 21. April 2003, 13.00 Uhr Wir gehen von Eisenhofen
(Treffpunkt Kirche) nach Kleinberghofen.
Ganz besonders freuen wir uns, dass sich
eine Gruppe junger Erwachsener aus der Katholischen Landjugendbewegung der KLB
angeschlossen hat. Die Gruppe nennt sich Drift und bildet innerhalb unserer
Landkreis-KLB einen selbständigen Arbeitskreis Junge Erwachsene. Wir wünschen
der Gruppe ein gutes Gedeihen. mehr
darüber...
Ich
sagte zu dem Engel, der an der Pforte des neuen Jahres stand:
Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fußes der Ungewissheit entgegen gehen
kann!
Aber er antwortete: Gehe nur hin in die Dunkelheit Und lege deine Hand in die
Hand Gottes!
Das ist besser als ein Licht Und sicherer als ein bekannter Weg!
So wünschen wir uns allen Gottes Segen
und Begleitung auf unserem Weg in die Ungewissheit des Neuen Jahres
und freuen
uns auf jede Begegnung miteinander.
Pfiat
Eich God
Alois Igelspacher - Käthe Kreitmair -
Werner Götz
Arbeitskreis DRIFT - Junge Erwachsene in der KLB Dachau
An ihrer letzten Hauptversammlung im Oktober 2002 beschloss die Gruppe DRIFT sich als Arbeitskreis der KLB im Landkreis Dachau anzuschließen
Was ist diese Gruppe, wie ist sie entstanden und wer ist darin Mitglied? Etwas seltsam hört sich vielleicht der Name DRIFT an, aber er umschreibt sehr gut das Gefühl, das junge Erwachsene haben. Die ca. 20 Mitglieder sind zwischen 24 und 35 Jahre alt und waren meistens vorher in der KLJB aktiv. Es ist ein ganz normaler Vorgang, dass junge Erwachsene langsam aus der Landjugend "herauswachsen". Das Bedürfnis sich weiterhin ehrenamtlich zu betätigen, seinen Glauben zu leben, oder auch einfach nur zu treffen ist bei vielen vorhanden. Der Sprung in die Erwachsenenbildung und damit zum Landvolk ist jedoch meistens zu groß. Sie "driften" geradezu zwischen den beiden Welten. Es fehlt ein gleitenden Übergang von der Jugendarbeit zur Erwachsenenbildung.
Um diese Lücke zu schließen ist die Gruppe DRIFT entstanden. Bei der Gründung war allen wichtig, die Arbeit auf alle Schultern zu verteilen und eigenständig arbeiten zu können. Die Veranstaltungen werden gemeinsam in Hauptversammlungen geplant und zur Vorbereitung Arbeitsgruppen gebildet. Von Anfang an war auch der Wunsch da, uns wieder unter das Dach eines Verbandes zu stellen. Die Möglichkeit beides zu verbinden wurde uns jetzt in der KLB Dachau gegeben. Trotz unseres eigenen Programmes für Junge Erwachsene, werden wir mit Sicherheit auch bei der ein oder anderen KLB-Veranstaltung zu sehen sein.